Coyhaique-Puerto Tranquillo

23.1.2017: Nach den relativ anstrengenden letzten Tagen wollte ich heute in Coyhaique einen Ruhetag einlegen. Uri und Hilla sind weitergefahren und ich wollte sie vielleicht mit dem Bus wieder einholen. Ich habe den Tag genutzt um einige Sachen (Sonnenbrille, Kopfhörer, Augentropfen) einzukaufen und durch die Stadt zu schlendern. Außerdem bin ich mal zu dem kleinen Busbahnhof gegangen, um zu sehen, wann und wohin Busse fahren.

Mal ein besonderes Haus
Gewachsene Strukturen

Besonders gut hat mir dieser kleine Fahrradladen gefallen, mit tollen Büchern und Kunstwerken (Lampen, Hocker). Es lief gute Musik und dort wurde auf spezielle Weise das Radfahren als Lebensweise zelebriert. Ich habe eine ganze Weile in dem Laden verbracht und in den Büchern zum Thema Radfahren und Patagonien gelesen. Am Nachmittag hat es ziemlich stark und lange geregnet. Die Regenphase habe ich in einem netten Lokal verbracht, wo ich das urbane Leben genossen habe.

Fahrradladen von außen
Hocker aus Fahrradteilen und gemütlicher Leseplatz
Coole Lampen aus Fahrradteilen

24.1.2017: Am nächsten Morgen hatte ich weder Lust noch länger in Coyhaique zu bleiben, noch mit dem Fahrrad weiterzufahren. Ich bin gegen 8:30 Uhr zum Busbahnhof gefahren und hatte Glück, dass ich in dem Bus, der um 9:30 Uhr fuhr, noch den vorletzten Platz bekommen habe. Der Bus um 9 Uhr war bereits ausgebucht. Mein Fahrrad musste ich allerdings auseinander bauen. Da hatte ich ja jetzt schon ein bißchen Übung. Ich bin mit dem Bus nach Puerto Rio Tranquillo gefahren und habe in einer kleinen Pension ein Zimmer gefunden. Der Ort war im Vergleich zu den bisherigen Orten relativ gut auf Touristen eingestellt, es gab viele kleine Unternehmen, die Touren angeboten haben.

einige der vielen Tourenanbieter
Einige der vielen Tourenanbieter

 

Blick über den See
Am Straßenrand dieser Hinweis: „Gefahr, Wassernetz nah an der Oberfläche, Danke“

Den Rest des Tages habe ich ein interessantes Buch von Klaus Bednarz über Patagonien und Feuerland gelesen. Das Buch dokumentiert eine Reise eines ARD Teams, aus der eine Dokumentation entstanden ist. Mir waren hier auch schon die vielen Zäune aufgefallen, die es hier überall gibt, alles ist eingezäunt. In dem Buch wird beschrieben, wie die Kolonialisten ihre Besitzansprüche mit dem Einzäunen der beanspruchten Gebiete  untermauert haben. Für die Ureinwohner aber auch für viele Tiere war dies verhängnisvoll weil sie so ihrer Lebensräume und ihrer Bewegungsfreiheit beraubt wurden.

25.1.2017: Am Morgen habe ich eine Bootstour zur „Capilla del Marmal“ gemacht, die 1,5 h gedauert hat.

Am Morgen legen viele Touristenboote ab

 

 

Abends habe ich zwei Mädchen aus Deutschland kennengelernt, die mir von El Chaltén und den tollen Wanderungen vorgeschwärmt haben, die man dort machen kann. Außerdem müsste ich unbedingt nach El Calafate fahren, um den Gletscher Perito Moreno zu sehen.

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