Los Angeles

Donnerstag, 8.6.2017 – Sonntag, 11.6.2017

Nach Monaten in Südamerika bin ich am Donnerstag Mittag in Los Angeles angekommen, was schon erstmal ein kleiner Kulturschock war. Trenton hat mir in LA eine Übernachtung bei Kristiana und Michael, einem Ehepaar in meinem Alter, vermittelt.  Dort bin ich vier Tage geblieben, sie waren super nett und haben mich sehr herzlich aufgenommen. Sie wohnten in einem wunderschönen Haus in einem Teil von LA, der sich Korea Town nennt. Von dort gab es gute Bus- und U-Bahnverbindungen. Kristina hat mich am Donnerstag Mittag vom Flughafen abgeholt und hat mich anschließend den ganzen Nachmittag rumgeführt. Sie war sehr fürsorglich und wollte mir soviel wie möglich zeigen. Zunächst waren wir im Farmers-Market, um an einem der vielen Essenstände Mittag zu essen. An die hohen Preise musste ich mich nach Monaten in Kolumbien erstmal gewöhnen: Wir haben uns für ein mediterranes, vegetarisches Mittagessen entschieden: Eine Mischung aus verschiedenen Vorspeisen wie Hummus, Salaten etc. , 30 Dollar für zwei Teller. Und das bei einem Dollarkurs von etwa 1:1.

Anschließend hat mir Kristina noch ein Ökodorf mitten in der Stadt gezeigt, Kristina unterstützt das „Dorf“ finanziell. Es gibt eine Institution, die Häuser und Grundstücke kauft, um diese dann an junge Leute zu vermieten, die diese gemeinschaftlich betreiben und bewohnen. Es gibt Werkstätten, Gärten, Gemeinschaftsräume und regelmäßige Zusammenkünfte.  Ein tolles Projekt.

Am nächsten Tag musste ich mich erstmal von den Strapazen der letzten Tage ausruhen und habe den ganzen Tag auf der Veranda verbracht und die Zeit damit verbracht, meine weitere Reise zu planen. Ich bin Mitglied in einem Frauennetzwerk, das sich „Women welcome women world wide“  (5W) nennt, diese ist hauptsächlich im englischsprachigen Raum vertreten, aber auch in Frankfurt gibt es eine recht aktive, lokale Gruppe. Ich habe in der 5W-Google-Gruppe im Forum einen Beitrag geschrieben, um Kontakt zu Frauen in San Francisco, Seattle, Vancouver Island und Vancouver zu bekommen.

Am Samstag habe ich einen Ausflug zum Strand nach Santa Monica gemacht, mit Bus und/oder U-Bahn ist es sehr einfach dorthin zu kommen. Ich war erstmal shoppen im REI einem riesigen Outodoorladen. Ich brauchte einige neue Klamotten, jetzt wo ich wieder in eher kühlerem Klima unterwegs bin (ich hatte erwartet, dass es im Süden Kaliforniens wärmer sein würde), anschließend bin ich noch etwas durch Santa Barbara, zum Pier und zum Strand geschlendert.

Am Sonntag war ich in Downtown LA unterwegs, nachdem Kristina mir am Abend vorher genaue Instruktionen gegeben hat, wo ich hingehen sollte. Ich war im Central Market, im Bradbury Building und im Biltmore-Hotel.

Ich habe die historische Standseilbahn Angels Flight gesehen und war besonders beeindruckt von der Walt Disney music hall.

Insgesamt fand ich Downtown Los Angeles sehr sehenswert, allerdings gibt es sehr viele Obdachlose auf den Straßen. Die vielen Obdachlosen sind mir aber nicht nur in Los Angeles, sondern auch in San Francisco und Portland aufgefallen. Unter den Brücken oder an anderen geschützten Stellen sieht man viele Zelte.

Am Abend habe ich dann noch mein Zugticket für den nächsten Tag von Los Angeles nach San Francisco gebucht. Insgesamt dauert die Fahrt von Los Angeles nach Seattle 35 Stunden.

 

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