Nördliche Drakesberge

6.11.2016: Heute morgen habe ich Johannesburg mit dem sog. BazBus verlassen, um in ein Hostel in die nördlichen Drakensberge zu fahren. Der BazBus ist ein Bussystem, das auf den Strecken von Johannesburg nach Durban und von Durban nach Kapstadt betrieben wird. Dabei verbindet es Hostels direkt miteinander. Ich bin also in Johannesburg im Hostel abgeholt worden und hier im Hostel wieder abgesetzt worden. Das Ticket ist unbegrenzt gültig, und es gibt viele interessante Zwischenstationen. Für Leute, die alleine reisen und/oder kein Auto mieten wollen ist das sehr praktisch. Allerdings fährt der Bus nicht jeden Tag, so dass man auch mal kleine Zwangspausen einlegen muss.

Nach einer ca. 5 -stündigen Fahrt bin  ich in dem Hostel angekommen (Amphitheatre Backpackers Lodge), in dem es sehr schön war. Allerdings eine ganz andere Atmosphäre als in Johannesburg. Es liegt auf dem Land und ist mehr wie eine Urlaubsinsel, etwas zuviel Partyatmosphäre. Nach der Ankunft wurden wir  erstmal über das Tourenangebot informiert. Ich habe mich für den nächsten Tag für eine 5 – 6 stündige Wanderung angemeldet, die mit tolle Ausblicke verspricht. Abends hat es noch sehr stark geregnet, ich hoffe auf besseres Wetter für die morgige Wanderung.

Hostel
Hostel
Mischung aus USA und Schottland
Mischung aus USA und Schottland
Schlafsäale
Schlafsäale
Pool
Pool

 

 

 

 

Hier gibt es viele schöne Räumlichkeiten unter anderem einen Fernsehraum. Ich bin dort nur hingegangen auf der Suche nach Strom, bin da aber mit zwei Fußballfans ins Gespräch gekommen, die hier in der Nähe leben und nur zum Fußball gucken hierher gekommen sind. Es war ein spannendes Spiel mit Verlängerung und 11-Meter Schießen. Leider hat das favorisierte Team am Ende verloren.

Die beiden arbeiten in einem Pumpspeicherkraftwerk hier ganz in der Nähe, sie meinten es gäbe auch ein Besucherzentrum und ich könnte die Anlage sicher besichtigen. Es ist nur 8 km entfernt und ich könnte dort mit dem Mountainbike hinfahren, die hier ausgeliehen werden.

Später kamen zwei andere junge Männer die sich für die englische Premier-League interessiert haben. Die beiden kamen aus Zimbabwe und sind vor drei Jahren geflüchtet. Jetzt arbeiten sie hier im Hostel und sind für allgemeine Wartungsarbeiten zuständig. Nach ihrer Schätzung sei schon die halbe Bevölkerung aus Zimbabwe geflüchtet und die Verhältnisse würden immer schlimmer werden. Ihre Familien leben allerdings noch dort und sie schicken das Geld, dass sie hier verdienen zu ihren Familien.

7.11.2016: Ohne Auto ist man auf die vom Hostel angebotenen Touren angewiesen, die relativ teuer sind. Die Wanderung führte uns in den Nationalpark. Wir mussten erstmal 1,5 h mit dem Kleinbus zum Ausgangspunkt der Wanderung fahren. Leider war das Wetter insofern nicht so gut, als das alles in dichtem Nebel lag. Es waren 600 Höhenmeter zu bewältigen und der Gipfel lag auf 3100 m. Es musste eine steile Passage mit 250 Höhenmeter überwunden werden. Auf dem Hinweg mussten wir über einen sehr steilen, felsigen Weg kraxeln und auf dem Rückweg abenteuerliche Leitern herabsteigen. Nur auf besonderen Wunsch wurde man mit einem Seil gesichert. Wir konnten leider nur am Ende der Wanderung überhaupt etwas sehen.

Blick ins Tal
Blick ins Tal

 

Wanderweg
Wanderweg

Manche Mädels liefen in Shorts und ohne warme Jacken, sie haben so gefroren, dass sie sich kaum festhalten konnten.

Abstieg über Leitern
Abstieg über Leitern

8.11.2016: Da erst am nächsten Tag wieder ein BazBus fahren sollte, habe ich einen Ruhetag bei herrlichem Sonnenwetter am Pool eingelegt und dabei einige Tiere fotografiert.

Vogel am Pool
Vogel am Pool
Vogel am Pool
Vogel am Pool
Geckos
Geckos

 

 

 

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