Santa Marta

6.4.2017: Heute morgen habe ich San Carlos mit dem Bus um 7:15 Uhr verlassen. Kayla und Rachel haben mich bei strömenden Regen zum Busbahnhof gebracht und waren ganz traurig, das ich weiterreise. Wir hatten auch wirklich eine schöne Zeit zusammen, es war immer lustig und wir haben so viel gelacht.

Gemeinsames Warten auf den Bus

Ich hatte für heute Abend einen Flug von Medellin nach Santa Marta gebucht. Santa Marta liegt im Norden des Landes an der Karibikküste.  In der Kleinstadt San Raffael bin ich umgestiegen und habe dort eine kleines zweites Frühstück eingenommen.

Anschließend ging es weiter nach Guatape, wo es den berühmten Felsen „El Piñol“ zu sehen und zu besteigen gibt. Meinen Rucksack habe ich am Fuße des Felsens in einem Restaurant lassen können. Der Aufstieg war ziemlich schweißtreibend und es gab einen ständigen Wechsel zwischen Regen und Sonne. Oben gab es einen schönen Ausblick über die Seenlandschaft, die heute durch die Regenwolken und die wenige Sonne eine besondere Wirkung hatte.

Nach dem ich wieder unten angekommen war, habe ich dort noch Mittag gegessen und bin dann mit dem Bus weiter in Richtung Flughafen gefahren. Da ich nochmal umsteigen musste, habe ich den Busfahrer gebeten, mir Bescheid zu sagen, wenn ich aussteigen musste. Die Fahrt war viel kürzer als ich dachte, und so war ich mehrere Stunden zu früh am Flughafen.

Flughafen Medellin
Flughafen Medellin
So reisen die jungen Mädchen heute
So reisen die jungen Mädchen heute

In Santa Marta bin ich abends angekommen und mit einem Sammeltaxi mit 6 anderen Reisenden in die Stadt gefahren. Wir wurden jeder zu unseren Hotel bzw. Hostel gebracht. Ich hatte für 2 Nächte ein Zimmer im Hotel „Calle Santa Domingo“ gebucht. Es war ein modernes Hotel mit Klimaanlage. Hier war nichts mehr mit angenehmen Temperaturen, das Klima hier an der Küste ist völlig anders, es ist tropisch heiß. Hinter der Stadt liegt die Sierra Nevada de Santa Marta, ein Küstengebirge, deren Gipfel bis zu 5.700 m hoch sind. Da diese Gipfel nur 45 km von der Karibikküste entfernt liegen, gilt die Bergkette damit als höchstes Küstengebirge der Welt.

Ich bin aus verschiedenen Gründen nach Santa Marta gefahren, in der Sierra Nevada kann man viele Wanderungen machen unter anderen die bekannte viertägige Tour zur „verlorenen Stadt“. An der Küste kann man tauchen und ich wollte eventuell einen Tauchkurs machen. Außerdem hatte mir Trenton, den ich in El Bolson im Earthship Patagonia kennengelernt hatte, von einem Yoga – und Mediationszentrum erzählt, in dem man als Freiwilliger arbeiten kann, und in der freien Zeit alle Angebote nutzen kann. Er wollte dort Mitte April sein, und ich wollte ihn dort treffen. Der Aufenthalt dort, wird von einer Organisation in Santa Marta organisiert, die ich vorher schon kontaktiert hatte, die mir den Aufenthalt aber noch nicht bestätigt hatten. Es stellte sich dann heraus, dass es erst ab dem 15. April möglich sein würde, dorthin zu kommen, für die Woche davor könnte ich zu einer anderen Gemeinschaft gehen.

7.4.2017: Den Tag habe ich mit der Erkundung von Santa Marta verbracht, ich war unter anderen in der Quinta de San Pedro Alejantino. Das ist ein am Rand der Stadt liegender, historischer Landsitz. Heute ist der Ort berühmt, weil hier Simon Bolivar 1830 gestorben ist. Er wird in Kolumbien nur „der Befreier“ genannt.

8.4.2017: Am nächsten Morgen habe ich mit Trenton über WhatsApp kommuniziert und es stellte sich heraus, dass er hier ganz in der Nähe ist, in der Finca Carpe Diem, dieses Hostel war mir auch schon empfohlen worden und ich hatte gehört, dass man dort gut mehrere Tage verbringen kann. Ich habe mir dann dort für fünf Tage ein Zimmer gebucht und bin mittags mit Bus und Mototaxi dorthin gefahren.

Die Fahrt mit dem Mototaxi war schon ein Abenteuer für sich, ich hatte an so dreirädrige Fahrzeuge gedacht, in denen man bequem sitzen kann, aber die Straße war so unwegsam und zum Teil steil ansteigend, dass das nur mit einem 4-Radantrieb oder mit Mopeds ging. Der Rucksack wurde vorne auf dem Tank verstaut, Helm gab es natürlich auch nicht und dann ging es ungefähr 20 min über eine abenteuerliche Straße.

Trenton war mit seinem Freund Santiago aus Bariloche unterwegs und war schon am Tag vorher angekommen. Sie wollten noch vier Nächte bleiben, danach musste Santiago wieder zurück nach Argentinien, er hatte nur zwei Wochen Urlaub, Trenton hatte noch keine genauen Reisepläne.

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