Vancouver Island

20.6.2017 – 24.6.2017

Am Abend gegen 22 Uhr bin ich mit der Fähre von Seattle in Victoria angekommen, von dort bin ich zu Fuss zu dem Hostel gelaufen, dass nicht so weit vom Fähranleger entfernt war. Im Hostel gab es gutes und günstiges Essen, ich habe dort ein thailändisches Currygericht gegessen und ein leckeres Bier getrunken. Der kanadische Dollar steht zum Euro für uns wesentlich günstiger als der amerikanische Dollar, so dass alle Preise deutlich geringer sind.

Am nächsten Tag bin ich durch die nette Stadt gebummelt und habe mich am späten Nachmittag noch mit Donna zum Essen getroffen. Sie hatte einen Ausflug gemacht und mich ermutigt am nächsten Tag einen Ausflug mit dem Rad zu machen. Wir sind gemeinsam zu einem Fahrradverleih gegangen und haben uns dort informiert. Ich hatte sogar in Erwägung gezogen, eine mehrtägige Tour zu machen, der Typ in dem Fahrradladen meinte allerdings, es sei nicht so einfach Zeltplätze zu finden. Da ich außerdem schon einen weiteren Aufenthalt bei Anthea, einem 5W-Mitglied in Nanaimo, geplant hatte, habe ich mich auf einen eintägigen Ausflug beschränkt.

Am nächsten Morgen bin ich mit dem Bus nach Sooke und von dort aus mit dem Rad wieder zurück nach Viktoria gefahren, der Bus hatte vorne eine Halterung mit der zwei Fahrräder transportiert werden können.  Das haben alle Busse, die ich in Vancouver Island und auch in Vancouver gesehen habe. Ziemlich gute Sache.

Zurück nach Victoria waren es  ca. 45 km, immer entlang des „Galloping goose trails“, ein Radweg, der auf einer ehemaligen Bahnstrecke verläuft. Ein wunderschöner Weg, meistens ging es durch den Wald und häufig gab es herrliche Ausblicke auf Seen und Berge. Es waren nicht sehr viele Radfahrer unterwegs. Ich habe in einem Restaurant auf einer herrlichen Terrasse Mittag gegessen und dort eine längere Pause gemacht. Später habe ich Morgan und Jake kennengelernt, ein amerikanisches Paar, die zusammen mit ihrem Hund Monte mit dem Fahrrad von Los Angeles nach Vancouver Island gefahren sind. Für den Hund haben sie einen Anhänger. Ihr Blog heißt Montediaries.com. Ich bin eine Weile zusammen mit ihnen gefahren und es war sehr interessant mit ihnen zu sprechen, sie hatten gerade etwas Inselshopping gemacht auf den Inseln vor Seattle und sie meinten, es sei gar kein Problem für Radfahrer einen Platz auf einem Zeltplatz zu finden. Allerdings  hätten sie auch schon oft die Erfahrung gemacht, dass Leute ihnen irgendwas erzählen würden, was alles nicht gehen würde. Das sei aber oft nur Ausdruck dessen, was diese Leute meinten, was für sie nicht gehen würde. Ich musste an dem Typ in dem Fahrradladen denken, der vielleicht selbst noch nie eine mehrtägige Tour mit Zelt gemacht hat und deshalb meinte, dass würde nicht gehen.

Am Abend bin ich mit dem Greyhound Bus (ziemlich altes Modell) nach Nanaimo gefahren. Dort wurde ich von Anthea am Busbahnhof abgeholt.  Anthea betreibt in Nanaimo ein kleines Bed and Breakfast und hatte für zwei Nächte noch ein Zimmer frei. Als 5W-Mitglied konnte ich umsonst bei ihr wohnen. Ich konnte am nächsten Tag einige Zeit damit verbringen, meinen Blog zu aktualisieren und anschließend haben wir einen kleinen Ausflug gemacht. Wir haben einen kleinen Hügel erklommen, von dem wir eine schöne Aussicht hatten, sind am Strand entlang gelaufen und haben  in einem schicken Lokal am Hafen Mittag gegessen.

Am nächsten Tag bin ich mittags mit der Fähre nach Vancouver gefahren. Vancouver ist die letzte Station meiner langen Reise. Von dort aus geht es am 29.6.2017 über Frankfurt am Main nach Hamburg. Ich freue mich darauf, dort meine ganze Familie nach so langer Zeit wieder zu treffen.

2 Gedanken zu “Vancouver Island

  1. Hallo Bettina,
    Lange habe ich deinen Bericht nicht mehr verfolgt und bin ausgerechnet heute, am Tag deiner Rückreise nach Deutschland, wieder darauf gestoßen.
    Guten Flug, wo auch immer du gerade bist. Wir, d.h. die daheim gebliebenen 5w-Freundinnen, freuen uns schon sehr auf deine persönlichen Reiseerfahrungen, vor allem auch über 5w-Kontakte auf deiner langen Reise um die Welt, wenn du mal wieder bei einem unserer monatlichen Treffen dabei bist/ sein wirst.
    Wir hatten hier am letzten Wochenende auch viele internationale 5w-Gäste im Rahmen des Rhein-Main-Gatherings, denen wir Wiesbaden und Darmstadt zeigen durften.
    Morgen Mittag ist das Schuljahr 2016/17 zu Ende, das du so erfolgreich „geschwänzt“ hast. Seit ich von deinem Sabbatjahr erfahren habe, beneide ich dich darum: Neid, Neid!!!
    Aber jetzt gehen auch wir Daheimgebliebenen in die wohlverdienten Sommerferien. Unser nächstes 5w-Treffen findet am 26. August statt; der Ort steht noch nicht fest, wird aber rechtzeitig bekanntgegeben. Ich hoffe, sehr, dich dort begrüßen zu dürfen.
    Bis dahin ganz herzliche Grüße und „gutes Einleben“ in den Alltag!
    Von Brigitte aus Darmstadt

    • Liebe Brigitte,
      wie schön von Dir zu hören. Ich habe hier in den USA und in Canada, abgesehen von einem Aufenthalt in London vor 2 Jahren, zum ersten Mal bei einigen Frauen aus dem 5W-Netzwerk gewohnt und mich mit einigen weiteren getroffen. Eine tolle Erfahrung. Ich werde auf jeden Fall versuchen zum nächsten Treffen am 26.August zu kommen und freue mich darauf Euch alle zu treffen. Ich wünsche Dir schöne Sommerferien, genieße die freie Zeit.
      Viele liebe Grüße
      Bettina

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