Kapstadt-Santiago

15.12.2016: Kapstadt habe ich im Morgengrauen verlassen. Ich bin mit dem Taxi mit meinen zwei großen Gepäckstücken zum Flughafen gefahren. Das Fahrrad war in der einen Tasche und alle anderen Gepäckstücke in der anderen. Da bei dem Flug zwei Gepäckstücke à 23 kg zugelassen waren, hat der Fahrradtransport keine Extrakosten verursacht. Ich habe das Gepäck zu einem Extra Schalter für überdimensionierte Gepäckstücke gebracht. Allerdings musste ich in Johannesburg umsteigen und dort mein Gepäck erneut einchecken. Das war insofern etwas stressig, als dass die Tasche bei dem normalen Gepäck ankam, das Fahrrad aber an einem anderen Ort ausgegeben wurde. Beim Einchecken für meine nächsten Flüge (nach Santiago de Chile über Sao Paolo in Brasilien) sagte mir die Dame zunächst, sie könnte mich nur bis Sao Paulo einchecken, dort müsste ich erneut nach Santiago einchecken. Auch das Gepäck müsste ich in Sao Paulo neu aufgeben. Erst nachdem ich entschieden protestiert habe, weil mir das Handling der großen Gepäckstücke zu mühsam war, ging es doch. Zumindest das Gepäck wurde bis Santiago durch gecheckt.

Ich musste das Gepäck wieder irgendwo anders hinbringen und war schon etwas genervt, da ist es dann passiert, dass ich meinen Reisepass und meinen Boarding Pass im Gepäckwagen in der Ablage vergessen hatte. Ich habe den Verlust ziemlich schnell bemerkt, als ich aber an die Stelle kam, wo ich den Wagen abgestellt hatte, war kein Wagen mehr zu sehen. OH NEIN! Ich habe einige Bedienstete dort angesprochen und sie sind mit mir zur Flughafenpolizei gegangen, dort war der Pass auch gerade abgegeben worden. ICH WAR ERLEICHTERT.

Der Flug nach San Paolo dauerte 9,5 h und ich habe die ganze Zeit afrikanische Filme geguckt. Das waren tolle Filme, die man sonst nicht zu sehen bekommt. Anschließend ging es nochmal 3,5 h nach Santiago, wo ich abends um 22:30 Uhr angekommen bin.

Die Ankunft in Santiago de Chile wurde mir durch meine Schwägerin Ingrid, die aus Chile stammt und bis Dienstag hier war, sehr erleichtert. Leider haben wir uns gerade verpasst. Trotzdem hat Ingrid für mich alles organisiert. So kann ich bei ihrer Nichte Christine wohnen, die eine schöne Wohnung in Santiago hat. Um vom Flughafen zur Wohnung zu kommen hat Ingrid mir genaue Instruktionen gegeben und es hat alles perfekt geklappt. Ich kam nachts um 12 Uhr mit meinen zwei großen Gepäckstücken in der Wohnung an und wurde herzlich empfangen. Am nächsten Tag habe ich es genossen, mal alleine zu sein und Zeit zu haben, meine weitere Reise zu planen. Vor allem brauche ich noch einiges an Ausrüstung, weil ich mich auf sehr unbeständiges Wetter mit Regen und vor allem Wind einstellen muss sowie sehr kalte Nächte. Außerdem ist die Gegend sehr dünn besiedelt, so dass man auch mal für einige Tage Essen mitnehmen muss und auch einen Kocher dabei haben sollte. Irgendwann habe ich bemerkt, dass ich meine Regenjacke verloren habe. Ich habe sie bei Maresa im Auto vergessen. ÄRGERLICH.

Das  Fahrrad musste nochmal in die Werkstatt, weil die Jungs in Südafrika zwar die Bremsbeläge rechtzeitig besorgen konnten, aber als ich am Mittwoch um 17 Uhr, wie vereinbart, mein Rad abholen wollte, sagten sie mir, dass die Ersatzteile erst morgen kämen. DIE JUNGS HABEN VOLL DEN ÜBERBLICK. Ich musste das Rad dann so mitnehmen und mir in Santiago eine andere Werkstatt suchen. Mit der Hilfe von Christines Cousin habe ich am Samstag jemanden gefunden, der mir zugesagt hat, das Fahrrad bis Mittwoch am späten Nachmittag zu reparieren. Er hat die gleiche Diagnose gestellt wie die Jungs in Südafrika, es müssen das Tretlager, die Kette und die Ritzel gewechselt werden.

4 Gedanken zu „Kapstadt-Santiago“

  1. „Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen.“ – Aber du bist ja reiseerfahren und kannst dich beim Treten von den Strapazen erholen.
    Ich freue mich schon auf Bilder rund um den Llanquihue und …
    Frohe weihnachtliche Festtage im Sommer!
    Grüße aus dem regnerischen Bühl!

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  2. Hallo Bettina,

    Heute ist nun Heiliger Abend und ich habe gerade die Sauce für den Krabbensalat bereitet. Wir feiern ja alle bei Carola und gehen zunächst in die St. Nicolaikirche
    am Klosterstern, wo immer sehr viel gesungen wird und meistens auch gute Predigten gehalten werden. Dieses Jahr erst um 18 Uhr.
    Anschließend findet dann Essen und Geschenkeauspacken statt. Immer abwechselnd. Haben immer viel Spaß dabei. Liebe Grüsse, Deine Mami.

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  3. Hallo Bettina,
    beim trüben, grauen Mannheimwetter finde ich endlich Zeit,mal wieder von deiner Reise zu lesen und schaue neidvoll auf die sonnigen Fotos.
    Für dein chilenisches Radabenteuer wünsche ich dir viel Erfolg und ganz viele schöne Erlebnisse!!!! Pass auf dich auf!!!
    Moni

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