Rückreise nach Livingstone

18.11.2023: Mit dem Taxi vom Hotel aus für 10 Euro an die Grenze: Einschließlich der Fahrt über die neue Brücke. Bis vor 2 Jahren gab es nur eine Fährverbindung über den Zambesi. Die Brücke ist kostenpflichtig und für die Einheimischen war die Fähre besser weil preiswerter. Mit Fertigstellung der Brücke wurde die Fährverbindung eingestellt. Die Fahrt war deshalb auch wieder in zwei Teile geteilt. An einer Tankstelle kurz vor der Brücke bin ich in ein anderes Auto umgestiegen, das mich an einem modernen Grenzgebäude abgesetzt hat. Innerhalb des Gebäudes waren auf der linken Seite die Schalter für die Ausreise aus Botswana und auf der rechten Seite die Einreise nach Sambia. Einfache Einreise nach Sambia, diesmal mit Touristenvisum, genau einen Monat gültig bis zum Tag meiner geplanten Abreise am 17.12.2023.

Hinter der Grenze ging es weiter mit einem Gemeinschaftstaxi, das schon ziemlich voll war. Ich und auch andere Fahrgäste hatten verstanden, dass die Fahrt bis nach Livingstone geht. Stattdessen hat der Fahrer uns nach relativ kurzer Fahrt rausgeschmissen. Er hat uns an einer Bushaltestelle abgesetzt, so dass es dann mit dem Bus weiterging.

In Livingston habe ich wieder im Jollyboys Hostel gewohnt, diesmal aber in einem Zimmer mit Klimaanlage. Es war einfach zu heiß. Gegen Mittag habe ich einen Ausflug ins Eisenbahn Museum und das darin integrierte jüdische Museum gemacht. Ende des 18. Jahrhunderts sind einige jüdische Immigranten aus Russland bzw. Osteuropa nach Nord-Rhodesien ausgewandet. Sie haben sich entlang der Eisenbahnlinie angesiedelt und dort Unternehmen wie z.B. Handelshäuser oder Rinderfarmen gegründet.

19.11.2023: Am letzten Tag in Livingstone habe ich am Vormittag das Stadtmuseum besucht, welches direkt gegenüber des Hostels liegt. Es war wieder, mal, sehr heiß und im Museum gab es keine Klimaanlage. Trotzdem habe ich mich tapfer mit der interessanten Geschichte der Stadt und des Landes auseinandergesetzt und viel dazu gelernt. Am Nachmittag habe ich mir dann einen Ausflug in das Luxushotel Royal Livingstone gegönnt. Auch wenn mensch nicht dort wohnt kann dort gegessen oder ein Drink genommen werden. Die Preise halten sich durchaus noch im Rahmen. Ein Drink zum Sonnenuntergang ist ein besonderes Erlebnis.

2 Gedanken zu „Rückreise nach Livingstone“

  1. Kneipe mit Cocktail und Blick auf den Sambesi, wow, schon was anderes als Spreeblick. Berlin ist über Nacht schneeweiß geworden, mal sehen wir lange es hält. Du siehst auf den Bildern so frisch aus, dass die Hitze nicht zu sehen ist. Viel Spaß noch in den letzten drei Wochen. LG Karl

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  2. Liebe Bettina,
    ich hatte kurz mit Wolfgang darüber gesprochen, warum er dich nicht begleiten mochte. Dabei hat er auch auf die hohen Temperaturen hingewiesen. Du schreibst ja auch, dass du dir klimatisierte Räumlichkeiten gönnst oder aber die Zeit im Museum aushältst. Ein Zelt mit zwei richtigen Betten ist amüsant und exotisch.

    Einen Aufenthalt in einem teurer Hotel, entweder nur zum Essen oder für einen Drink hatte ich mir vor gefühlt 100 Jahren sogar in Managua, Nicaragua gegönnt, für eine ganze Nacht mit Frühstück vor der Abreise nach der Mitarbeit in einem Vorort von Managua. Wir sind eben (nord)europäische Touristen, trotz allem Engagement für andere Regionen dieser Welt.

    Vielen, vielen Dank für die tollen Fotos aus deinem vorhergehenden Beitrag. Die Tiere sehen wir sonst nur im Zoo.

    Ciao Sabine

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