Dieser Beitrag wurde von Andre Lundt verfasst und von mir überarbeitet.
Am Sonntag, den 26.10.2014 stand die Stadt Hebron auf dem Besuchsprogramm. Auf die Situation, die wir bei unserer Ankunft dort antrafen, waren wir trotz der Informationen, die uns im Vorfeld vermittelt worden waren, nicht vorbereitet: Die palästinensische Bevölkerung der Altstadt leidet seit der israelischen Besetzung und insbesondere seit der Zoneneinteilung im Zentrum unter täglichen Übergriffen der militanten jüdischen Siedler. Darüber hinaus ist ihre Bewegungsfreiheit und ihr Geschäftsleben durch Absperrungen und Militärkontrollen massiv eingeschränkt.
Wie weit die Aggressionen der jüdischen Minorität gegenüber der palästinensische Bevölkerungsmehrheit mittlerweile angewachsen sind, zeigt sich unter anderem daran, dass seit einiger Zeit internationale Freiwillige die Aufgabe übernommen haben, palästinensische Kinder auf dem Schulweg zu begleiten, denn nur so können diese gegen die Gewalt jüdischer Siedler wirksam geschützt werden. Schon allein in dieser gestörten und belastenden Atmosphäre auszuharren bedeutet für die palästinensische Bevölkerung eine Form des gewaltfreien Widerstandes.
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